Daily Struggle

– Take the risk or lose the chance.

Es ist kurz nach 7 Uhr Jenny und ich stehen in der Küche und schmieren Butterbrezen und bereiten die Obstsalate auf. Um 7.20 Uhr geht’s für mich aufs Fahrrad, die Elisenstraße entlang. Im Gepäck 15 Obstsalate, 15 halbe Butterbrezen und das im morgendlichen Berufsverkehr. Der kalte Wind macht es nicht gerade angenehmer, aber die Deadline muss eingehalten werden.

Punkt 7.30 Uhr empfängt einer unserer besten Kunden, einer der Top3 Strategieberatungen, seine Bestellung für das Meeting am Morgen. So, schnell wieder zurück. Jenny wartet in der Küche auf mich um die restlichen Obstsalat für den Verkauf fertig zu stellen. Nach gefühlten 10.000 roten Ampeln bin ich endlich um 7.45 Uhr wieder in der Küche. Nach ordentlichen Händewaschen, Kittel und Haarnetz anziehen, geht es auch schon weiter mit der Produktion. Obst wird geschnippelt, in Ascorbinsäure getaucht, abgewogen und abgefüllt, alles per Hand, wie sich versteht. Nach dem Abfüllen in unseren recycelten PET-Bechern gelangen die befüllten Obstalatbehälter in unsere langerwartete Maschine, die für die Schutzatmosphäre in den Bechern sorgt. Daraufhin nur noch Etiketten kleben, aufräumen und die fertigen Obstsalate in den Kühlschrank stellen.

8.45 Uhr und weiter geht’s zum Einkauf auf getrennten Wegen mit dem Fahrrad. Per Telefon wird sich über Preise und Qualität ausgetauscht und entschieden, wer welche Obstsorte wo kauft. An der Kasse wird einmal tief durchgeatmet, bis es mit viel Obst beladen wieder in der Eiseskälte zur Küche geht. Nachdem das Obst gut verstaut ist geht es vom Münchener Hauptbahnhof über die Radlwege am Hofgarten, der Isar entlang zu unserem Büro im Burda Bootcamp beim Arabellapark. Auf dem Weg wird viel gelacht und rumgescherzt wie bspw. über Fragen, die man beim Vorstellungsgespräch stellen könnte: Würdest Du über eine rote Ampel fahren, wenn kein Auto in Sicht ist? Würdest du den Berg fahren oder hochschieben? Natürlich werden auch Gedankenexperimente gewagt, beispielsweise: Wie bauen wir uns ein noch größeres Netzwerk auf um bekannter zu werden? Welche Start-up-Wettbewerbe sind für uns relevant? Nach einem Meinungsaustausch und ein wenig herumalbern sind wir auch schon bei Burda angekommen. Nun entscheidet sich erstmal: Treppe oder Aufzug? Natürlich die Treppe! Wir sind doch ein junges Start-up, welches für Gesundheit einsteht. (P.S. Der 2. Stock ist auch noch einfach zu schaffen;-))

11 Uhr wir sind im Büro angekommen. Erstmal ‘nen Kaffee für mich und einen schwarzen Tee für Jenny. Emails werden gecheckt, Instagramposts vorbereitet und mit unseren lieben Büro-Mitinsassen geratscht über Dies und Das.

12 Uhr endlich Essen mit dem sympathischen Team vom Burda Bootcamp. Es wird auch echt Zeit, mein Magen knurrt schon vor lauter Hunger.

13 Uhr Mittagspause ist vorbei wir starten wieder voll durch mit dem Vertrieb unserer Produkte, der Suche nach passenden Produzenten und dem Überarbeiten von Bachelorarbeiten von der Kooperation mit der Hochschule in Weihenstephan. Außerdem steht noch ein Telefonmeeting mit unserem Investor auf dem Plan. Was sollen wir tun? Term Sheet unterschreiben? Ja oder Nein? Welche Alternativen gibt es? Ach Mist. Wir brauchen erstmal einen guten Rechtsanwalt. Egal, das wird dann morgen erledigt. Rom wurde schließlich auch nicht an einem Tag erbaut. Natürlich ruft dann nochmal die Mama an um nochmals darauf hinzuweisen wie riskant das ganze Unterfangen mit einem Start-up ist und warum man sich das freiwillig antut, wenn man einen sicheren Job mit guter Bezahlung wo anders haben könnte?

Aber wie gesagt: Take the risk or lose the chance.

So! Wie schaut eigentlich euer Tag bei der Arbeit aus?

Demnächst möchten wir euch gerne an ein paar Gesprächsthemen von uns teilhaben lassen und schreiben euch gerne Blogeinträge über unsere Diskussionen über Foodwaste, Ernährungsweisen, Rezepten, Upcycling und Frauenthemen.

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